Studierendenwettbewerb München 2025

AllgemeinHighlights BLICKFANG München

Von Ideen zu Innovationen – Der Wettbewerb für Studierende 

Die BLICKFANG München ist nicht nur Messe, sondern auch Bühne für die Designstars von morgen. Im Rahmen des Studierendenwettbewerbs 2025 präsentieren junge Designer:innen ihre Prototypen, Konzepte und Visionen. Für die Teilnehmer:innen ist das die perfekte Gelegenheit, ihr Können einem breiten Publikum zu zeigen, wertvolles Feedback zu erhalten und erste Schritte in die professionelle Designwelt zu gehen. 

Hier entstehen neue Ansätze für Wohnen, Arbeiten und Leben – überraschend, inspirierend und mutig. 

Yoomin Sun: "Wirewirewire" – Gestrickte Eleganz aus Edelstahl

Die Nachwuchsdesignerin Yoomin Sun, ursprünglich aus Seoul, studiert im 7. Semester an der Universität für angewandte Kunst in Wien. In ihrer Arbeit verbindet sie Ästhetik mit intelligenter Konstruktion und erforscht die Struktur von Objekten durch das Zusammenspiel von Material und Form.

Ihre Serie Wirewirewire revolutioniert den Umgang mit Metall, indem sie Edelstahl in einer gestrickten Struktur verarbeitet – ganz ohne Schweißen. Anders als herkömmliche Drahtgeflechte sind die einzelnen Schlaufen mit einem einfachen Einhak-System verbunden, ähnlich wie gestrickte Textilien. Das Ergebnis: eine außergewöhnliche Materialspannung, die Stabilität und Flexibilität vereint. Während das Geflecht auf einer Seite widerstandsfähig bleibt, kann es auf der anderen gefaltet werden.

Das innovative Design macht Wirewirewire nicht nur leicht, sondern auch nachhaltig. Der Edelstahl ist vollständig recycelbar, der Materialeinsatz minimal und die Konstruktion ermöglicht eine einfache Reparatur. Ein einzelner Draht ist schwach – doch in dieser einzigartigen Verbindung entsteht eine widerstandsfähige, filigrane Struktur, die neue Maßstäbe im Möbeldesign setzt.

Sophia Ludwig & Oskar Poetsch: „GALAKTISCH“ – Beistelltisch mit Orbit-Optik 

Die Berliner Designstudierenden Sophia Ludwig & Oskar Poetsch haben mit ihrem Projekt „Galaktisch“ einen Beistelltisch entworfen, der die Faszination von Planetenbahnen in Möbel überträgt.  Die Tischplatte aus Formvlies – einem Material aus recycelten PET-Fasern – zeigt durch Ein- und Auskerbungen die Anmutung von Umlaufbahnen. Ein Gestell aus gebürstetem Rundstahl greift in eine umlaufende Sicke, sodass die Platte scheinbar schwebt. „Galaktisch“ vereint experimentelle Ästhetik, Funktionalität und Nachhaltigkeit. Der Tisch ist nicht nur praktische Ablage, sondern auch ein Designobjekt, das durch Materialinnovation und Präzision begeistert. 

Amelie Steinbauer: „eat&keep“ – Geschirr für das Leben im Kleinen 

Wohnraum ist knapp, Minimalismus im Trend – genau hier setzt Amelie Steinbauer von der Hochschule Mainz und der New Design University St. Pölten an. Mit „eat&keep“ hat sie ein Geschirr entwickelt, das funktional, platzsparend und zugleich ästhetisch ist. Die Schüsseln und Teller aus gefärbtem Porzellan lassen sich stapeln und ineinander verschachteln. Teller dienen gleichzeitig als Deckel für Schüsseln, wodurch ein modulares, vielseitiges System entsteht. 

„eat&keep“ ist ideal für Tiny Living, urbane Haushalte und Menschen, die bewusst weniger besitzen möchten – ohne auf Design zu verzichten. 

Nathalie Hansmeyer: „Cleo“ – Neuinterpretation eines Klassikers 

Nathalie Hansmeyer von der Kunsthochschule Burg Giebichenstein hat sich das legendäre IKEA-Regal BYÅKORRE vorgenommen – und neu gedacht.  Mit „Cleo“ entstand ein stabiles, pulverbeschichtetes Möbel aus Stahlblech und handgefertigten Drahtverbindungen. Statt Schrauben oder Werkzeug sorgt ein Klick-System für einfachen Aufbau. Das Ergebnis: ein leichtes, robustes und langlebiges Regal, das an die minimalistische Formensprache des Originals anknüpft und sie in die Zukunft überträgt.

Alessa Dresel: „Design by KI and Me“ – Wenn KI mitgestaltet 

Wie verändert künstliche Intelligenz die Rolle von Designer:innen? Mit dieser Frage beschäftigt sich Alessa Dresel (Burg Giebichenstein). Ihr Projekt „Formen aus Rauschen“ ist eine Serie von Pfeffermühlen, die mithilfe von KI entworfen und in Handarbeit aus Porzellan gefertigt wurden. Durch modulare Ober- und Unterteile entstehen 81 kombinierbare Varianten – bunt, verspielt und doch tiefgründig. Unter der Oberfläche verhandelt das Projekt Fragen nach Ressourcen, Verantwortung und der Zukunft von Gestaltung zwischen Daten und Handwerk. 

Julia Baisch: „Hängrum“ – Natur für urbane Räume 

Die Kommunikationsdesignerin Julia Baisch (TH Würzburg-Schweinfurt) bringt mit „Hängrum“ die Natur zurück in unsere Wohnungen. Die multifunktionale Wandinstallation dient hochgeklappt als Garderobe und Stauraum, heruntergeklappt verwandelt sie sich in eine Hängematte – oder sogar in ein Gästebett. Biomorphe Formen, fraktale Muster und natürliche Materialien machen „Hängrum“ zu einem flexiblen Rückzugsort, der urbane Enge mit Naturverbundenheit ausbalanciert. 

 Junge Kreativität entdecken

Die Sonderfläche des Studierendenwettbewerbs auf der BLICKFANG München 2025 ist ein Muss für alle, die frische Ideen entdecken wollen. Hier treffen mutige Konzepte auf funktionale Lösungen – und die Werke zeigen eindrucksvoll, wie vielfältig und zukunftsweisend das Denken der nächsten Designer:innen-Generation ist. 

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