Arkitettoria: Wenn Möbel zu Mikroarchitekturen werden 

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Was passiert, wenn zwei Architekten beschließen, die Grenzen zwischen Gebäude und Möbel neu zu denken? Wenn sie den Maßstab ihrer Arbeit radikal verändern und dabei die DNA der Architektur in jedem Detail bewahren? Federico und Tanja, die Gründer des italienisch-deutschen Designlabels Arkitettoria, geben darauf eine faszinierende Antwort. 

 Die Geburtsstunde eines außergewöhnlichen Labels 

Die Geschichte von Arkitettoria beginnt wie viele große Ideen: mit einem ganz praktischen Problem. Als Architekten waren Federico und Tanja ständig zwischen Italien und Deutschland unterwegs, immer wieder mit der Herausforderung konfrontiert, Möbel an neue Räume anzupassen. Aus dieser Erfahrung entstand der Wunsch nach einem wirklich flexiblen Möbelsystem – einem, das mitwächst, sich anpasst und dabei nie seine Eleganz verliert. 

Auf dem Bild sind die Gründer von Arkitettoria zu sehen; Federico und Tanja
Die Gründer von Arkitettoria: Federico und Tanja
Zu sehen ist ein hohes Regal aus Holz, in dem einzelne Bücher stehen.

 Continua: Mehr als ein Regalsystem 

Das Ergebnis dieser Überlegungen ist Continua, ein modulares Regalsystem, das die DNA des Labels perfekt verkörpert. Doch Continua ist weit mehr als "nur" ein Regal. Es ist ein architektonisches Werkzeug, das Räume neu definiert und dabei einen überraschenden Twist bereithält: Ein integriertes Bewässerungssystem verwandelt das Möbelstück bei Bedarf in eine lebendige, grüne Wand. 

 Intelligente Integration von Natur 

Die hohlen Aluminiumrohre, die das Grundgerüst des Systems bilden, dienen gleichzeitig als Wasserleitungen. Ein Beispiel dafür, wie durchdachtes Design Funktion und Form nahtlos verbindet. Was als Bücherregal beginnt, kann so zur vertikalen Gartenanlage werden.  

Radikal nachhaltig: Der Kreislaufgedanke

Lange bevor "Circular Design" zum Buzzword wurde, haben Federico und Tanja ihr Regalsystem als geschlossenen Kreislauf konzipiert. Die Materialwahl ist dabei radikal reduziert: ausschließlich unbehandeltes Aluminium und  Holz, das mit natürlichem Wachs behandelt wurde, kommen zum Einsatz. Am Ende seines Lebenszyklus kehrt das Holz zur Natur zurück, während das Aluminium dem Recyclingkreislauf zugeführt wird. 

 Die Produktfamilie: Architektur im Kleinen 

Die architektonische Handschrift des Labels zeigt sich in jedem Produkt der Kollektion. Jedes Stück erzählt seine eigene Geschichte von der Übersetzung architektonischer Prinzipien in den kleineren Maßstab. 

Arcus: Die Poesie der Bögen

 Das Regal Arcus spielt mit klassischen Architekturelementen. Seine Bögen und Durchgänge schaffen einen Dialog zwischen Möbel und Raum, der weit über die reine Funktionalität hinausgeht. 

Apuane: Hommage an die Antike

Die Apuane-Kollektion übersetzt mit ihren gestuften Marmor-Tableaus die monumentalen Basamente antiker Tempel in zeitgenössische Objekte für den Alltag. 

Charlie: Vom Bodensee inspiriert

Selbst der Charlie-Tisch hat einen überraschenden architektonischen Bezug: Seine dynamische Form ist inspiriert von den eleganten Linien der Segelboote auf dem Bodensee, wo Federico und Tanja heute zu Hause sind. 

Ein Regal aus Holz, was sich horizontal erstreckt.
Ein Regal aus Holz, au dem Blumenvasen stehen.

Das konstruktive Prinzip 

Was alle Produkte verbindet, ist ein klares konstruktives Prinzip: Drei Grundelemente, die sich intelligent ineinanderfügen. Diese Herangehensweise findet sich sowohl im Regalsystem Continua als auch im Charlie-Tisch wieder. 

Zwischen den Dimensionen 

Was Arkitettoria auszeichnet, ist dieses selbstverständliche Spiel mit den Maßstäben. Ein Regal wird zur Raumstruktur, kann sich um Ecken schmiegen und ganze Open-Space-Büros neu organisieren. Ein Marmor-Tablett wird zum Miniatur-Monument. Die Grenzen zwischen Möbel und Architektur verschwimmen, neue Perspektiven entstehen. 

Ausblick: Architektur für den Alltag

Die Geschichte von Federico und Tanja zeigt eindrücklich, wie fruchtbar der Blickwechsel zwischen den Maßstäben sein kann. Wenn Architekten Möbel entwerfen, entstehen eben keine gewöhnlichen Einrichtungsgegenstände, sondern Mikroarchitekturen für den Alltag – durchdacht, nachhaltig und voller überraschender Details. 

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